02.09.2020 Mehr Bahn in Ostbrandenburg?

02.09.2020 Mehr Bahn in Ostbrandenburg?

Seit 2006 fahren zwischen Beeskow und Bad Saarow keine Züge mehr. Die 20 km lange Trasse gehört damit zu den insgesamt rund 540 km Bahnstrecken, die laut Eisenbahnbundesamt ab 1994 in Brandenburg stillgelegt wurden. Die Kreisstadt des Landkreises Oder-Spree ist mit Fürstenwalde (Spree) seitdem nur noch durch einen Bummelbus verbunden. Immerhin existiert noch der Streckenabschnitt zwischen Fürstenwalde und Bad Saarow. Ab Frühjahr 21 soll die RB35 bis nach Bad Saarow Süd weiterfahren. Wir berichteten in den Sozialen Medien

Jetzt stellte die Landespolitik die Frage: Warum sollte dort Schluss sein?

Der Beitrag der Landespolitik ist im Zuge des Projekt i2030Mehr Schiene für Berlin-Brandenburg” angelegt.

Am 02.09.2020 lud (sehr kurzfristig) der Landtagsabgeordnete Christian Görke – im Rahmen der verkehrspolitischen Sommertour der Fraktion DIE LINKE – gemeinsam mit Kommunalpolitikern vor Ort selbst ein Bild und möchte sich dabei mit Vertreterinnen der Anrainerkommunen über Chancen und Voraussetzungen einer Wiederinbetriebnahme der stillgelegten Trasse austauschen.

Dazu Christian Görke: „Ostbrandenburg profitiert bisher kaum von den Maßnahmen, mit denen die Länder Brandenburg und Berlin sowie der Verkehrsverbund VBB und die Deutsche Bahn unter der Überschrift ,i2030‘ mehr Verkehr auf die Schiene bringen will. Doch insbesondere der Landkreis Oder-Spree leidet seit Jahren darunter, dass keine Querverbindung mehr zwischen RE1 und RB36 besteht.

Gerade im Zusammenhang mit der Tesla-Ansiedlung kann sich die fehlende Anbindung der Kreisstadt Beeskow als Manko erweisen.“ folgert Christian Görke und lud (sehr kurzfristig) zum Ortstermin in Bad Saarow teilzunehmen. Treffpunkt war um 13 Uhr am Bahnhof Bad Saarow Klinikum. Nach einem Rundgang zu den Bauarbeiten am Streckenabschnitt bis Bad Saarow Süd fand am 02.09.2020 ab etwa 14 Uhr im Jugendclub „Heizwerk“ (Pieskower Straße 30, 15526 Bad Saarow) ein Gespräch mit Kommunalvertreterinnen statt.

#RB35 #BadSaarowSued #Pieskow #oepnv Die Arbeiten 🪓 an der Verlängerung der Bahnstrecke 🚉 von der #Heliosklinik nach…

Gepostet von Eltern & Bürgerinitiative Scharmützelsee am Freitag, 20. März 2020

Auf Nachfragen von Bürgern in den Einwohnerfragestunden zur Bahnverlängerung des RB35 wurde seitens der Gemeindevertretung Bad Saarow immer wieder auf eine geplante Einwohnerversammlung zum Thema “Bahnverlängerung” hingewiesen. Wir hoffen, das im Sinne eines transparenten Verfahrens und unter Einbeziehung aller Zivilgesellschaftlichen Gruppen am Scharmützelsee umfassend Informiert wird und erwarten zeitnah eine umfassende Bürgerbeteiligung.

Es gibt auch eine ältere Planung mit der Scharmützelseebahn um den See herum. An eine Anbahnung über die RB36 Strecke wurde aus Kostengründen schon in den 50zigern nachdacht. Wir suchen noch die Bilddokumentation oder Aufzeichnungen hierzu 😉

Der Ortstermin vom 02.09.2020 zur Reaktivierung der Bahnstrecke Fürstenwalde – Beeskow RB35 brachte zwar neue Ideen, aber auch neue Fragen im Bezug auf einen möglichen “Güterverkehr” auf!

6 Gedanken zu „02.09.2020 Mehr Bahn in Ostbrandenburg?“

  1. Der Ausbau wäre fantastisch, da ich dann von Bad Saarow über Beeskow auch nach Königs Wusterhausen komme und dabei Berlin meiden kann.

      1. Ja, dass wäre wie der 430 Landbus nach Beeskow auch eine Möglichkeit, die aber nicht Barrierefrei und somit wenig zielführend ist und bezogen auf eine Bedarfsanalyse hinsichtlich der Altersstruktur im ländlichen Raum, den Anspruch nicht erfüllt!

  2. Vorab:
    Natürlich wäre eine Zugverbindung von Fürstenwalde über Bad Saarow nach Beeskow aus vielen Blickwinkeln zu begrüßen. Ich möchte daher mal eine Frage bzw. Vision in den Raum stellen.

    Soweit ich weiß sind die größten Teile der alten Strecke zurückgebaut, inzwischen naturalisiert und/oder im Nutzungsplan geändert oder gestrichen. Ich hoffe ich habe mich da irgendwie korrekt ausgedrückt.

    Das bedeutet doch, dass wieder Planungs-, Bau- und Genehmigungsverfahren eingeleitet werden müssten. Also so, als ob man quasi eine völlig neue Bahntrasse baut, oder? Vielleicht nicht ganz so aufwendig, aber dennoch mit bürokratischen und finanziellen Aufwand verbunden.

    Wenn dem so sein sollte, ich kenne mich da nicht so gut aus, käme dann nicht eventuell sogar eine andere, interessantere Alternative, die vielleicht gar Zeit- und kostengünstiger ist, in Betracht?

    Immerhin besteht ja eine Bahnlinie von Königs Wusterhausen, über Storkow, Wendisch Rietz und Lindenberg nach Beeskow. Was wäre denn, wenn man eine neue Trasse von Bad Saarow-Pieskow über Dienstdorf-Radlow (mit Haltepunkt) nach Wendisch-Rietz baut und ab dort die vorhandene Strecke nach Beeskow nutzt, wenn man eh alles neu planen und bauen muss?

    Ein Gleisdreieck vor dem Ortseingang Wendisch-Rietz wäre günstig, da so Züge, von Bad Saarow kommend, wechselweise Richtung Storkow oder Beeskow fahren könnten und umgekehrt. Ferner wäre das Bahnstreckenloch am Scharmützelsee auch geschlossen, was besonders auch Fahrrad- und anderen Touristen zu Gute käme. Wie gesagt, ist nur mal so eine Idee bzw. Frage.

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