Novemberpogrome 1938 #Niewieder

Jahrestag: Gedenken und Erinnern an Opfer der Pogrome 1938

@HarryHensler

Die Novemberpogrome 1938 – bezogen auf die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 auch zynisch (Reichs-)Kristallnacht bzw. Jahrzehnte später Reichspogromnacht genannt – waren vom nationalsozialistischen Regime organisierte und gelenkte Gewaltmaßnahmen gegen Juden in Deutschland und Österreich.

Dabei wurden vom 7. bis 13. November mehrere hundert Juden ermordet, mindestens 300 nahmen sich das Leben. Mehr als 1400 SynagogenBetstuben und sonstige Versammlungsräume sowie tausende Geschäfte, Wohnungen und jüdische Friedhöfe wurden zerstört. Ab dem 10. November wurden ungefähr 30.000 Juden in Konzentrationslagern inhaftiert, wo ebenfalls Hunderte ermordet wurden oder an den Haftfolgen starben.

Die Pogrome markieren den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden ab 1933 hin zu ihrer systematischen Vertreibung. Inwieweit sie eine Vorstufe zu dem drei Jahre später beginnenden Holocaust darstellen, ist in der Geschichtswissenschaft umstritten.

Die lange im deutschsprachigen Raum verbreitete zynische bzw. euphemistische Bezeichnung Kristallnacht ist auch in andere Sprachen übernommen worden (siehe Abschnitt „Bezeichnungen“).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Novemberpogrome_1938

Gedenkstunde St. Marien-Domkantorei FW 9.11.2020

Pogrom (geschichtlich)

Der oder das Pogrom steht für die gewaltsame Ausschreitung gegen Menschen, die entweder einer abgrenzbaren gesellschaftlichen Gruppe angehören oder aber von den Tätern einer realen bzw. vermeintlichen gesellschaftlichen Gruppe zugeordnet werden. Im Regelfall handelt es sich dabei um ethnische, politische oder religiöse Minderheiten, z. B. Mitglieder einer bestimmten Partei oder Religionsgemeinschaft.

Früher verwendete man den Begriff nur, um durch Antisemitismus ausgelöste Ausschreitungen gegen Juden (Judenpogrome) zu benennen; der Sprachgebrauch hat sich seither aber ausgeweitet.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pogrom

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