Nahversorgung im ländlichen Raum

Die derzeitige Grundlage, der in Bad Saarow angestoßenen Marktdiskussion am Westufer ist das Ortsentwicklungskonzept 2018 der Gemeinde Bad Saarow. 

Einleitung

Demografischer Wandel, geändertes Konsumentenverhalten, technologische Neuerungen und
Digitalisierung – die Strukturen des Einzelhandels verändern sich nachhaltig. Auch die Handels- und
Versorgungsstrukturen im ländlichen Raum unterliegen strukturellem Wandel.

Angesichts der abnehmenden Anzahl an LEH-Verkaufsstellen, die die Nahversorgung im ländlichen Raum
stützt, hat sich in den vergangenen Jahren eine Reihe von Konzepten zur Sicherung der Nahversorgung
etabliert. Diese Konzepte lassen sich folgendermaßen kategorisieren.

  • Filial- und Franchisekonzepte: beispielsweise nah und gut, nahkauf, Lädchen für alles, IK-Ihr
    Kaufmann, Nah & Frisch, Um`s Eck, topkauf, Ihr KONSUM, PUG Kauf
  • Multifunktionsläden: beispielsweise MarktTreff, DORV-Zentrum, KOMM-IN, Shop-Treff
  • Integrationsmärkte: beispielsweise CAP-Markt, BONUS-Markt, andere soz. Träger
  • Bürgerläden: finanzielle und ehrenamtliche Beteiligung der Bürger (z.B. als Genossenschaft oder Verein)
  • Mobile Versorgung
  • Kombination der Ansätze

In einer Befragung wurden derartige klein flächige Nahversorgungspunkte im Hinblick auf ihren Beitrag zur
Nahversorgung, ihre soziale Funktion, ihre wirtschaftliche Tragfähigkeit und ihre Übertragbarkeit auf andere
Gebiete bewertet. Die Studienergebnisse zeigen, dass Filial- und Franchise-Konzepte gegenüber
Einzelbetrieben wirtschaftlich hoch signifikant erfolgreicher sind, was vermutlich auf einen höheren
Professionalisierungsgrad zurückzuführen ist. Fast alle befragten Einrichtungen bieten im Sinne eines
Multifunktionsladens Zusatzdienstleistungen wie Liefer- und Postservices an. In etwa der Hälfte der Betriebe
ist zudem ein Café oder Imbiss als sozialer Treffpunkt zu finden. Allerdings haben diese Zusatzdienste kaum
eine signifikante Bedeutung für die Leistungsfähigkeit der Läden. Die mit Lohnzuschüssen und steuerlich
geförderten Integrationsläden sind erfolgreicher in Bezug auf Umsatz, Kundenzahl und Beschäftigung. Sie
haben ihre Standorte aber auch eher in größeren Orten. Die Bürgerläden scheinen ohne das
bürgerschaftliche Engagement nicht überlebensfähig zu sein, da an diesen Standorten das wirtschaftliche
Potenzial zu gering ist.

Die fehlende Bürgerbeteiligung seitens der Kommune wird definitiv bei den zukünftigen Wahlen durch den Bürger honoriert und entsprechen berücksichtigt. Es ist unabdinglich, das die Brandenburger Kommunalverfassung, nicht nur mit dem §13 Einwohnerbefragung, sondern auch im §18 Kinder- und Jugendbeteiligung in den Satzungen der Gemeinden im Amt Scharmützelsee nicht nur eingetragen, sondern auch umgesetzt wird.  

Die Stabsstelle Stärkung des ländlichen Raumes, Sicherung Daseinsvorsorge, ÖPNV in Beeskow, gibt da bestimmt gerne Auskunft und beantwortet relevante Fragen der Einwohner 🙂 

Euer Harry Hensler Onlineredaktion #Ebiunterwegs

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